Gewinner des Nachmittagunterrichts

pommesbude.JPGDie Gewinner des Nachmittagunterrichts an unserer Schule stehen fest: Es ist die benachbarte Pommesbude und der nicht allzu weit entfernte Pizzabäcker. Da das angelieferte Essen in der Mensa nicht sonderlich gut schmeckt und das Essen unter Aufsicht eh nicht so cool ist, stürmen die Kids, die es sich leisten können, die Pommesbude und den Pizzabäcker.

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Durch die Pausenhalle wabbern wenig später die öligsten Düfte und salamigsten Gerüche. Eine Aktion unter dem Titel: “Wie entsorge ich umweltgerecht einen Pizzakarton” musste durchgeführt werden, wobei die Schülerschaft eine gewisse Zeit benötigte, sich an den speziell angeschafften Abfallbehäter zu gewöhnen. Nach 60 Minuten Pommes- und Pizza-In-Sich-Stopferei schreiten dann die Leute mit vollem Magen in den Nachmittagsunterricht. Hier verfallen sie erst einmal in einen Verdauungs-Blackout, während die Lehrkraft mit voller Kraft rotiert, um gegen die einschläfernde Wirkung der Magensäfte anzukommen.
Am Ende hat man nicht viel gelernt und trotzdem Gutes bewirkt: die Umsätze der Gastronomie lassen sich sehen, man braucht keine Hausaufgaben mehr zu machen, und die Eltern haben das Gefühl, ihre Kinder seien von 8 Uhr bis 15.45 Uhr sinnvoll beschäftigt gewesen.

2 Antworten auf “Gewinner des Nachmittagunterrichts”

  1. kosmarz sagt:

    Bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen! Guter Anfang! Bei uns (Gymnasium in Essen) heißt der Gewinner auch der Pommes-Laden zwei Straßen weiter. Unsereiner versucht das methodisch gegen das Dösen der Schüler anzukämpfen. Sofern einem da überhaupt was einfällt. Vom Sommer-Camp gibt es diesbezüglich keine Ideen / keine Unterstützung. Dafür hat unsere Schulleitung dafür gesorgt, dass nachmittags nur die unwichtigen Fächer unterrichtet werden. Z.B. Kunst, Musik, oder vielleicht auch noch Biologie. Da ist egal (für PISA, für die Wirtschaft), ob man was lernt oder nicht.

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